Quelle: KKH

Aus verschiedenen Richtungen fuhren am 30.05.26 vier Autos aus dem Pastoralraum Katholische Kirche Hinterthurgau in Richtung St. Margrethen.

Das gemeinsame Ziel: Die Festung Heldsberg. Beim Eingang begrüsste uns ein deutscher Berufsoffizier.

«Ein Deutscher erklärt uns die Schweizer Geschichte?! – Spannend!»
Sogleich machte er uns darauf aufmerksam, dass zwei Maschinengewehre auf uns gerichtet seien. – Ah was!

Die Festung Heldsberg war sehr gut bewaffnet und diente dazu, die Schweiz bei einem Angriff der Nationalsozialisten in Richtung Lindau und Bregenz zu verteidigen. Sämtliche Rheinbrücken sowie der Hafen von Lindau und der Bahnhof Bregenz konnten direkt unter Beschuss genommen werden. Gott sei Dank waren die Kanonen nie im Einsatz!

Im Inneren der Festung erwarteten uns trotz des heissen Sommertages erfrischende 15 Grad. Die Festung, die sich über eine Länge von einem Kilometer erstreckt, wurde in nur zwei Jahren erbaut.

Da die Kaserne nur über beschränkten Platz verfügt, teilten sich die Soldaten damals im 8-Stunden-Betrieb jeweils 60 Betten.

Die kleine Küche verköstigte die 180 Männer. Sie hatten bereits eine Kipppfanne, einen Kühlschrank und sogar ein kleines Spital.

Wir staunten immer wieder, wie durchdacht, das ganze System der Festung war.

Nach gut zwei Stunden wieder an der frischen Luft, waren wir alle dankbar für den Frieden in unserem Land.

Auf dem Nachhauseweg gab es viele bereichernde Gespräche, viel Gelächter und lustige Anekdoten.

Danke für die schöne Gemeinschaft!

Catarina Fehlmann und Eliane Fuchs, Jugendarbeiterinnen