Wälder, Seen, Berge und ganz viel Sonne
Herrliche Seniorenferien im Schwarzwald
Zur Senioren-Ferienwoche 60+ eingeladen haben einmal mehr die Katholische Kirchgemeinde Sirnach, Münchwilen, Eschlikon, Josef (Sepp) Müller, Organisator, und das Ehepaar Monica und Hans Hollenstein, ausgewiesene Wanderexperten. Die erwartungsvollen Feriengäste wurden angenehm überrascht von dem grossen FC-Wil-Bus, gesteuert von Top-Chauffeur Armin Bissegger. So war reichlich Platz garantiert für das Gepäck und die gut gelaunten und erwartungsvollen Senioren.
Nach dem feierlichen Gottesdienst mit Pfarrer Simon Bachmann, Aadorf, und dem Segen für eine gute Fahrt war Treffpunkt im Restaurant Engel. Bei Kaffee mit Gipfeli und angeregten Gesprächen wuchs die Vorfreude auf erlebnisreiche Ferientage in schöner Gemeinschaft.
«Jetzt geht’s los…» begrüsste Chauffeur Armin und steuerte das grosse Gefährt durch den fruchtbaren Thurgau mit Reben, Gras, Getreide und Gemüse – wunderbare riesige Felder mit Früchten der Erde, aber verbunden mit sehr viel Arbeit. Über der Grenze bewältigte der versierte Fahrer die engen Kurven der Bergstrasse (alte Römerstrasse) und bald winkte die Ortstafel Wunderklingen. Im Restaurant Mühle wurde für die Reisegesellschaft gekocht. Gerne liess man sich das feine Essen schmecken. Nach gemütlicher Fahrt durch ein grünes «Paradies» parkte Chauffeur Armin den Bus vor dem «Möhringers Schwarzwald Hotel» in Bonndorf. Freundliche Begrüssung, Zimmerbezug, «Frischhalte-Kur» und Apéro in fröhlicher Runde. Die Wolken, die sich schon während der Fahrt geballt hatten, liessen nach einem kräftigen Donnerschlag ihre kühle Fracht fallen und brachten eine wohltuende Abkühlung. Nach dem feinen, flott servierten Abendessen informierte Sepp über den Tagesablauf am Montag und wünschte allen «en schöne Obig und e gueti Nacht».
Das reichhaltige feine Frühstück stärkte die Feriengruppe für die Fahrt durch den dichten imposanten Schwarzwald zum Schluchsee. Der «Rothaus Express», eine kleines gemütliches «Ausflugsbähnle», brachte die Fahrgäste zur Rothaus Brauerei. Die Teilbesichtigung der riesigen Anlage informierte in Bild und Wort über die Herstellung der vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen des beliebten Durstlöschers Bier. Natürlich durfte anschliessend die legendäre Brezel zum kühlen Drink nicht fehlen. Der drückend warme Nachmittag stand zur freien Verfügung – Bonndorf und Umgebung, Japanischer Garten, ausruhen, Erfrischung im Schwimmbad im Garten. Auf der gemütlichen Hotel-Terrasse liess man den schönen Tag ausklingen.
Die Besichtigung des imposanten Doms in St. Blasien, mit kompetenter Führung durch Frau Gassert, der Schluchsee zum Verweilen und Höchenschwand für die Wanderlustigen waren die Ziele am Dienstag. Der Mittwoch war als freier Tag oder «Ausflug auf den Belchen» im Programm. Die Wahl fiel einstimmig auf den Belchen, die Entscheidung war perfekt. Eine interessante Fahrt auf engen Strassen (für Chauffeur Armin waren es «Löffelikurven» - extra eng und genau zu nehmen, so dass der Löffel sauber ausgeputzt ist!) Von unten grüsste der Titisee, die Fahrt ging über die Uhrenstrasse, Feldberg, Grafenmatt und wieder hinunter. Die Berghänge waren überall mit Gittern bestückt, zum Schutz vor Steinschlag. Immer wieder grüssten die typischen Schwarzwald-Häuser mit ihren Krüppelwalm-Dächern, im Wechsel mit grossen (Schwarz)-Waldflächen. Die erste Hälfte der Belchen-Bergfahrt übernahm der Bus. Kurzes Hupen vor den engen Kurven warnten den Gegenverkehr. Ein tolles Erlebnis für die Fahrgäste, eine Herausforderung für Chauffeur Armin.
Die Belchen Seilbahn lud die Gäste zur bequemen Überwindung der Höhenmeter ein und im Bergrestaurant wartete bereits eine grosse Auswahl an Speis und Trank und süssen Leckerbissen. Die Wandergruppe wählte den Abstieg auf «Schusters Rappen» und traf die «Bahnfahrer» bei der Talstation. Chauffeur Armin erntete den Dank für den gekühlten Bus, seine Antwort: «Danke, dass ich ha dörfe debi si!» Im Hotel lockte ein wunderbares «Hors-d’oeuvre-Buffet», dann hiess es «Hopp Schwiez – Kanada».
Für die Wandergruppe lockte am Donnerstag Feldberg – Todtnau, für die Fahrgäste Todtnau – Hasenhorn. Mit dem Sessellift ging die Fahrt nach oben. Dabei hatte man Gelegenheit, die schöne Aussicht oder die rasanten Fahrten der «Rodelbahn-Freunde» zu bewundern. Kühle Erfrischung und herrliche Aussicht waren gleichsam wohltuend. Wieder in Todtnau traf man die Wanderer, welche trotz grosser Hitze begeistert von ihrem Fussmarsch durch Feld und vor allem durch Wald erzählten. Gemeinsam machte man sich auf den Weg zum Kulturhaus Todtnau. Viel Wissenswertes über die Entstehung eines alltäglichen Gegenstandes wie die Zahnbürste, den Staubwedel, die Kleider- oder Haarbürste oder über die Erfindung der Dauerwelle, hörten und sahen die Besucher im Bürsten- und Nessler-Museum.
Auf der anschliessenden Heimfahrt bat Chauffeur Armin die Gäste: «Bitte alles aus dem Bus mitnehmen! Der FC-Will-Bus wird ausgewechselt – Lasst euch überraschen.» Nach dem feinen Abendessen informierte Hans Hollenstein über die Wanderung am Freitag. Sepp Müller forderte mit einem Wettbewerb Kopfarbeit von den Gästen. Viel Lachen, Raten und Werweissen – aber alle erhielten ein schönes TKB-Badetuch. Nebst schönen Erinnerungen hatten auch unterhaltsame «Zeitvertreiber» für Spielabende zu Hause im Gepäck ihren Platz. Dafür ein herzliches Dankeschön der Raiffeisenbank Sirnach.
Mit dem Besuch des Titisees am Freitag mit Bummeln, Schiff-Rundfahrt, Einkaufe oder kurze Wanderung wurde das toll zusammengestellte «Aktiv-Programm» der Ferienwoche abgeschlossen. Ein herzliches, grosses Dankeschön an die Organisatoren.
Armins Überraschung war vollauf gelungen. Am Abreise-Samstag stand ein zweistöckiger Wick Reise-Car vor dem Hotel. Armin meinte: «Ihr sitzt jetzt hoch oben, ich weiter unten, aber den Kontakt werden wir immer aufrecht halten!» Ein grosser Beifall war ihm sicher für seine umsichtige, tolle Fahrweise in diesen Tagen. Beim Abschied an den Sammelorten hörte man immer wieder: «Tschüss, bis zum nächsten Mal!»
Marlies Bischof

