Von Rapperswil nach Flüeli Ranft, 4 Tage über Auffahrt, 78,8 Kilometer, 2396 Höhenmeter, 15 Blasen, 1 kalte Nacht, 11 mal Brot mit Fleisch, 67 mal fragen „Wieso machen wir das?“, 1 Tag Sonnenschein, unendlich stinkenende Füsse, immer Spass - das sind einige Fakten zum Firmweg Pilgern mit 11 Firrmandinnen und Firmanden und zwei Begleitpersonen. Nun hören wir von Ihnen noch etwas mehr von ihren Erfahrungen:
- Welche Erfahrung hat mich geprägt?
„Wir konnten unsere Grenzen kennenlernen, wie weit wir es schaffen, zu laufen, und wie viele Höhenmeter wir erreichen konnten.“ (Rafael)
Im Nachhinein war es sehr cool zu sehen, wie weit wir es geschafft hatten.
- Wann und wie bin ich an meine Grenzen gestossen?
„Am zweiten Tag bei dem grossen Anstieg, als wir sehr viele Höhenmeter in wenigen Minuten gemacht haben. Dort hat es zudem noch stark geregnet und geschneit.“ (Nico)
- Habe ich eine Erfahrung mit Gott / im Glauben gemacht?
„Ich habe Gott gespürt, als das Wetter gedreht hat, sobald wir in der Unterkunft waren und Regen eingesetzt hat.“ (Eva)
- Wie ist es mir in der Gruppe gegangen?
„Ich habe es eine echt gute Gruppe gefunden. Am letzten Tag war ich als einzige Sirnacherin dabei und wurde von der Gruppe gut aufgenommen. Wir haben fast immer darauf geachtet, dass es für alle stimmt und niemand zurückgelassen wird. Wir haben gut zusammengehalten und zusammen viel erreicht - viel mehr, als ich es erwartet hätte.“ (Noemi)
- Habe ich mich oder jemand anderen neu kennengelernt?
„Ja, eigentlich alle, weil wenn man 24/7 zusammen ist, dann lernt man sehr viel übereinander. Und während des Laufens gab es einen sehr guten Austausch in der Gruppe. So konnte man die persönliche Meinung aller erfahren und sich viel näher kennenlernen.“ (Manja)
- Was würde ich beim nächsten Mal nicht mehr mitnehmen?
„Ich würde beim nächsten Mal nicht mehr so viele Kleider mitnehmen und auch einen kleineren Schlafsack, damit der Rucksack nicht zu schwer ist.“ (Denis)
„Ich würde nicht mehr so viele Kleider mitnehmen, denn ich brauchte viel weniger, als ich gedacht habe. Daraus habe ich auch gelernt, mit sehr wenigen Sachen etwa vier Tage zu überstehen.“ (Julia)
- Was nehme ich aus der Pilgerreise für mein Leben mit?
„Dass ich auf den Preis bei den Lebensmitteln schaue und dass ich Verantwortung übernehme.“ (Flurin)
„Man ist oft stärker, als man denkt. Am Anfang dachte ich, ich schaffe es nicht mehr weiter, aber ich habe gelernt, über meine Grenzen zu gehen und nicht sofort aufzugeben. Das hat mir gezeigt, wie wichtig Durchhaltevermögen ist. Zudem hat es mich überrascht, wie gut man noch so spontan eine Unterkunft finden kann, obwohl man keine reserviert hat.“ (Kim)
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